Fachtag zur gewaltfreien Kindheit 2026 - Berlin
Unter der Schirmträgerschaft von Prof. Dr. Jörg Maywald und der Initiative Gewaltfreie Kindheit 365 UG findet der Fachtag am internationalen Tag zur gewaltfreien Erziehung, am 30.04.2026 zum vierten Mal in Berlin. Nämlich im AKD Tagungshaus in Berlin Charlottenburg.
Hier kommen zahlreiche pädagogische Fachkräfte und Eltern zusammen, um nicht nur daran zu erinnern, dass alle Kinder ein Recht auf eine gewaltfreie Kindheit haben, sondern wir werden auch gemeinsam Wege in einen gewaltbewussten Umgang mit "unseren" Kindern finden.
Namhafte Akteure der frühpädagogischen Fachwelt sind live dabei:
Fachvorträge
Ihr Ablaufplan
- 08:30 Uhr
- Einlass
- 09:00 Uhr
- Begrüßung und Moderation von Sybille Schmitz und Marissa Klitzing
- 09:20 Uhr
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Eröffnungsrede
von unserem Schirmherr Prof. Dr. Jörg Maywald - 10:00 - 11:00 Uhr
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Fachvortrag
von Sybille Schmitz : Kindsein mit allen Bedürfnissen, Gefühlen, Rechten, Grenzen - Grundlagen einer bedürfnisorientierten und gewaltbewussten Pädagogik - 11:00 - 11:15 Uhr
- Kurze Pause
- 11:15 - 12:00 Uhr
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Fachvortrag
von Julian Bühler : Generationskonflikt "Smartphone" - Wie Kinder heute am Smartphone Gewalt erleben (und wie wenig Eltern davon wissen) - 12:15 - 13:15 Uhr
- Workshop-Phase 1
- 13:15 Uhr
- Mittagspause / Markt der Möglichkeiten
- 14:15 - 15:00 Uhr
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Fachvortrag
von Dr. Udo Baer : Lasst unsere Kinder nicht ins Leere gehen! - 15:00 Uhr
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Kurze Pause
und einfinden in den Workshop-Räumen - 15:15 Uhr
- Workshop-Phase 2
- 16:15 Uhr
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Einfinden im Plenum und Podiumsdiskussion
(Fragen aus dem Plenum)
Verabschiedung und Ausblick - 17:00
- Ende
Workshopthemen
Carola Liebig
Mentale Gesundheit im Schutzkonzept verankern und leben.
Wer täglich für andere da ist, braucht selbst einen sicheren Ort. Mentale Gesundheit ist kein Zusatz – sie ist die Grundlage für Beziehung, Fürsorge und Präsenz im pädagogischen Alltag.
Im Workshop richten wir den Blick auf die pädagogischen Fachkräfte selbst: Wie geht es mir in meinem Alltag mit den Kindern? Wie geht es meinen Kolleg:innen? Wie komme ich mit den Rahmenbedingungen zurecht? Und vor allem: Wie kann ein Schutzkonzept auch unsere psychische Gesundheit mitdenken?
Neben einem kurzen Impuls zur Rolle mentaler Gesundheit im Schutzkonzept richten wir mithilfe einer kreativen Reflexionsmethode den Blick auf uns selbst, sammeln konkrete Anregungen für gelebte Selbstfürsorge im pädagogischen Alltag und überlegen, wie diese nachhaltig verankert werden kann.
Ein Schutzkonzept lebt durch die Menschen, die es tragen. Und es beginnt dort, wo auch Erwachsene gesehen werden dürfen.
> Mein Zitat / Motto
Julian Bühler
Teil 1: Vertiefung zum Vortrag Generationskonflikt "Smartphone"
Der Workshop vertieft die Themen des Fachvortrags „Generationskonflikt Smartphone“ anhand verschiedener Praxisbeispiele populärer Apps bei Kindern. WhatsApp, YouTube, TikTok und Snapchat: Ab welchem Alter sind diese Apps eigentlich freigegeben? Wer legt die Altersfreigaben fest? Und was sollten Erwachsene über die digitalen Erlebnisse junger Menschen wissen? Der Workshop liefert Informationen und bietet Raum für Diskussionen.
Julian Bühler
Teil 2 am Nachmittag: Künstliche Intelligenz - Was Eltern und Fachkräfte darüber wissen sollten
Die Anzahl generativer KI-Modelle und ihr Funktionsumfang wachsen rasant und bieten zunehmend neue Möglichkeiten. Egal ob Text, Bild, Film oder Ton – nahezu jede Art von Inhalt lässt sich damit erstellen. Kinder nehmen diese Möglichkeiten oft noch schneller an als Erwachsene. Der Workshop erklärt die zugrunde liegende Technik und zeigt, wie KI bestehende Herausforderungen von Kindern im Umgang mit digitalen Medien zusätzlich verstärken kann.
Sybille Schmitz
Gewaltbewusst im Umgang mit mir selbst und mit Anderen
Wie Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge zu einem gewaltbewussten pädagogischen Handeln beitragen kann.
Innere Muster erkennen – Selbstfürsorge stärken – gewaltbewusst handeln
Ein respektvoller, gewaltbewusster Umgang mit Kindern beginnt bei der inneren Haltung der Erwachsenen. Im pädagogischen Alltag wirken oft unbewusste innere Muster und erlernte Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln lenken – besonders unter Zeitdruck, Stress oder hoher Verantwortung. Auch die Art, wie wir mit Kindern in Beziehung gehen, kann von unbewussten Glaubenssätzen stark beeinflusst sein.
In diesem Workshop nehmen wir diese unbewussten inneren Prozesse behutsam in den Blick. Mit achtsamen Wahrnehmungs- und Reflexionsübungen erforschen wir, wie wir mit uns selbst umgehen und welche inneren Haltungen unser pädagogisches Handeln prägen.
Zentrale Fragen sind:
- Wie spreche ich innerlich mit mir selbst – besonders in herausfordernden Situationen?
- Welche eigenen Ansprüche, Bewertungen oder Erwartungen setzen mich unter Druck?
- Was unterstützt mich dabei, freundlicher, klarer und selbstempathischer mit mir umzugehen?
Der Workshop bietet Raum zur Selbstreflexion, stärkt persönliche Ressourcen und eröffnet neue Perspektiven für einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst – als Grundlage für eine authentisch gewaltbewusste, integere Begleitung der Kinder.
Dr. Udo Baer
Wie geht Beziehung? Das Konzept der Spürenden Begegnungen
Kinder, Eltern und Fachkräfte können mit den Spürenden Bewegungen frühe und grundlegende Beziehungserfahrungen machen und damit eine Basis für deren weitere Entwicklung legen. Im ersten Teil des Workshops werden die Spürenden Begegnungen erlebbar gemacht und erläutert, im zweiten Teil stehen Praxisfragen und Fallbeispiele der Teilnehmenden im Vordergrund.
Marco Ceroli
Eine praktische Erfahrung, die das Thema gewaltfreie Kindheit sichtbar macht.
Im Rahmen dieses Workshops werden Spiele und Techniken eingesetzt, um das Thema gewaltfreie Kindheit nicht nur durch Hören und Sehen zu vermitteln, sondern auch durch praktisches Tun.
Als Medium dient Papier, und die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, das Thema aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Es besteht sowohl die Möglichkeit, allein zu experimentieren und sich selbst dabei zu beobachten, als auch gemeinsam Übungen durchzuführen, die den Austausch anregen.
Sind Sie neugierig geworden? Ich freue mich auf Sie.
Verena Ohn
Beobachtete Gewalt klar und souverän ansprechen: wie kann das gelingen?
Den meisten Menschen fällt es schwer, gewaltvolles, grenzverletzendes oder übergriffiges Verhalten unmittelbar anzusprechen, wenn sie es beobachten.
Manchmal ist man selbst so erschrocken und betroffen, dass man wie gelähmt ist und „einfach kein Wort herausbekommt“. Manchmal hat man Hemmungen, das Gespräch zu suchen, weil man Angst hat oder besorgt ist: Wird es mir gelingen, die richtigen Worte zu finden? Wie wird die Person reagieren? Werde ich mit dieser Reaktion umgehen können? Was, wenn die Kollegin oder der Kollege wütend wird und mich danach ausgrenzt? Was, wenn es meinem Gegenüber egal ist, was ich sage, und ich mich plötzlich so ohnmächtig und hilflos fühle, dass ich selbst wütend werde?
Manchmal denkt man auch, dass die andere Person ihr Verhalten ohnehin nicht ändern wird – „es also keinen Zweck hat“. Nicht selten hält uns unsere Kollegialität davon ab: Wir wollen schließlich niemandem in den Rücken fallen, niemanden offen bloßstellen und niemandes Autorität vor den Kindern untergraben. Und wenn wir Harmonie lieben und uns Konflikte stressen oder belasten, überlegen wir dreimal, ob es sich lohnt, den Frieden im Team aufs Spiel zu setzen.
Im ersten Teil des Workshops beschäftigen wir uns zunächst mit uns selbst: Was passiert mit uns, wenn wir Gewalt beobachten? Was können wir dann noch leisten – und was nicht? Wir werfen einen Blick auf das Nervensystem und prüfen Möglichkeiten, uns selbst zu regulieren, um handlungsfähig zu bleiben.
Im zweiten Teil des Workshops üben die Teilnehmenden mithilfe eines Leitfadens an einem Fallbeispiel:
- Spontane Selbstregulation
- Sofortiges Einschreiten und Anwendung schützender Macht
- Anbahnung eines Klärungsgesprächs
- Einstieg in das Klärungsgespräch
- Umgang mit Widerstand
- Gesprächsabbruch
- Gewaltfreie Eskalation an die nächste Ebene (Leitung, Träger usw.)
Es werden praktische Tipps, Formulierungen und Hilfsmittel vorgestellt, die sich gut im Kita-Alltag umsetzen lassen.
Ziel des Workshops ist es, mehr Souveränität im Umgang mit beobachteter Gewalt zu erlangen und handlungsfähig zu bleiben, damit wir alle Beteiligten besser schützen können.
Der 30.04. soll deutschlandweit zum festen Gedenk- und Schließtag für alle pädagogischen Einrichtungen werden. Bewegen Sie mit uns den Kinderschutz nachhaltig und wirksam. Melden Sie sich und Ihr Team zum Fachtag zur Gewaltfreien Kindheit an oder schließen Sie für eine Teamfortbildung Ihre Einrichtung. Alle Eltern nehmen sich immer am 30.04. jedes Jahr frei und schließen sich uns an.
Hier erleben Sie vier Fachvorträge und zwei Workshop-Phasen rund um das Thema Kinderschutz, Kindeswohl, Konfliktmanagement, Partizipation gewaltbewusste und gewaltfreie Kindheit und Pädagogik.
Gemeinsam werden wir laut. Laut für „unsere“ Kinder. Und fordern deutlich mehr Kinderschutz in unserer Gesellschaft. Werden Sie Teil der Veränderung! Wir freuen uns auf Sie!
Ihre Anmeldung gehen Sie verbindlich ein und der Teilnehmendenbeitrag wird, im Falle einer Anmelde-Stornierung, nicht erstattet bzw. spätestens im März 2026 fällig. Das Ticket ist aber übertragbar. Geben Sie bitte dann das Ticket, mit einer vorigen Absprache per Mail, mit unserer Koordination, an Dritte weiter. Wir brauchen dann nur den vollständigen Namen der „Vertretungsperson“.
Moderation
Sybille Schmitz und Marissa Klitzing
Zielgruppe
pädagogische Fachkräfte aus der Kita, Kindertagespflege, Schule, Hort, Eltern … und viele mehr
Details
- Kurs-Nr.
- ASDR-260430-09
- Termine
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Do, 30. Apr 202608:30 - 09:00 UhrEinlassDo, 30. Apr 202609:00 - 17:00 UhrFachtag (siehe Ablaufplan)
- Veranstaltungsort
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AKD-Tagungshaus
Goethestraße 27
10625 Berlin - Charlottenburg - Dozenten
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Sybille
Schmitz
Dr. Udo Baer
Julian Bühler
Marissa Klitzing
Carola Liebig
Marco Ceroli
Verena Ohn - Kursgebühr
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189,00 € pro Person
inklusive 19% Umsatzsatzsteuer
- Kontoinhaber
- Gewaltfreie Kindheit 365 UG
- Bankinstitut
- Postbank/DSL Ndl der Deutsche Bank
- IBAN
- DE72100703990066372400
- BIC
- DEUTDEBBP32
- Verwendungszweck
- ASDR-260430-09 / Vorname Nachname
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Seminargebühr vor Beginn des Seminars beglichen wird. Sollte dies aus Zeitgründen (kurzfristige Anmeldung oder Trägerrechnung) nicht möglich sein, schreiben Sie uns an info@gewaltfreie-kindheit.de. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Sie sich kostenpflichtig angemeldet haben und beachten Sie unseren Teilnahme- und Stornierungshinweis!
Eine Teilnahmebescheinigung kann erst nach vollständiger Anwesenheit in Ihrem Wunsch-Seminar und nach vollständigem Überweisungseingang an Sie ausgehändigt werden.
